Informationen für Bürger

So kommen Sie sicher durch Silvester

  • Hydranten freihalten!
  • In 90 Prozent aller Fälle löscht die Feuerwehr Brände mit Wasser. Das Löschwasser wird Zapfstellen im Straßenbereich entnommen, die als Überflur- oder Unterflurhydranten bezeichnet werden. Um Beschädigungen an Hydranten zu vermeiden und Verkehrsbeeinträchtigungen auszuschließen, werden heute überwiegend Unterflurhydranten für die Löschwasserversorgung verwendet. Den Städten und Gemeinden obliegt die Verpflichtung, Löschwasser in ausreichendem Umfang vorzuhalten. Den Bürger trifft aber die Verpflichtung Hydranten freizuhalten, damit die Feuerwehr nicht “auf dem Schlauch” steht.
    Deshalb beachten Sie bitte:
  • Befinden sich Hydranten auf Gehwegen und Parkflächen, sind Hydrantendeckel und -verschlüsse von Kraftfahrzeugen freizuhalten
  • Fahrzeuge, die auf Hydranten stehen, müssen erst Fortgefahren werden. Wertvolle Minuten vergehen, wenn vereiste Hydranten erst von der Feuerwehr zugänglich gemacht und aufgetaut werden müssen.
  • Die Hinweisschilder von Hydranten sind leicht zu erkennen. Es sind weiße, rechteckige Schilder mit Maßen von 250 x 200 mm und einem 20 mm breiten roten Rand. Die schwarzen Zahlen auf dem Schild geben die Lage des Hydranten in Meter – Entfernung nach vorwärts, links oder rechts an.



    Blaulicht und Martinshorn – Was tun?
  • Sondersignale begleiten die Feuerwehr schon seit ihren frühen Anfängen. Sei es mit lauten Rufen, Glocken, Trompeten oder heute mit Blaulicht und Martinshorn, um schnell am Einsatzort anzukommen macht die Feuerwehr mit verschiedenen Mitteln auf sich aufmerksam. Damit dieses Ziel aber auch erreicht werden kann müssen die anderen Verkehrsteilnehmer einiges beachten.
    Verhalten bei Sondersignalen
    Viele Autofahrer bekommen Panik, wenn plötzlich ein großes Feuerwehrfahrzeug im Rückspiegel auftaucht. Oder sie versuchen durch sofortige aber häufig unkontrollierte Aktionen dem Fahrzeug Platz zu machen.
    Dieses Fehlverhalten ist nicht böswillig sondern basiert meist auf der ungewohnten Situation, dem Wunsch alles richtig zu machen und der gleichzeitigen Unwissenheit über das richtige Verhalten.
    Meist kommt es zum unvermittelnden Abbremsen auf der Fahrbahn, wodurch sie aber das Einsatzfahrzeug eher behindern und einen Auffahrunfall riskieren. Auch das sofortige Rechtsranfahren kann falsch sein, da es in manchen Situationen schwierig sein kann für die Feuerwehr ungehindert an ihnen vorbei zu kommen.
    Besser ist folgenders Vorgehen:
  • Stellen sie fest woher das Sondersignal kommt.
  • Versuchen sie vorauszusehen, wohin das Einsatzfahrzeug fährt (gesetzten Blinker beachten)
  • Fahren sie danach am besten rechts an den Fahrbahnrand und signalisieren sie es mit dem Blinker.
  • Überlegen sie dabei, ob ein schweres Feuerwehrfahrzeug die Straße noch passieren kann (Gegenverkehr, ggf. Einbahnstraße) Im Notfall fahren sie zügig weiter bis sich eine passende Gelegenheit bietet.
  • Auf der Autobahn gilt natürlich immer sofort bei Stau: bilden sie eine Rettungsgasse. Bei zweispurigen Fahrbahnen in der Mitte, bei Mehrspurigen, zwischen der linken Überholspur und der daneben liegenden Fahrspur.
  • Warum auch in der Nacht mit Sondersignal?
    “Nachts will ich meine Ruhe haben, da können die ihr Martinshorn ruhig abschalten” “Warum müssen die nur immer no einen Krach machen” Solche Aussagen hören wir leider immer wieder, teilweise auch von sehr aufgebrachten Bürgern.
    Wir können es auch verstehen, falls sie sich gestört fühlen. Doch leider können und dürfen wir darauf keine Rücksicht nehmen, wenn es darum geht schnell auszurücken, um Menschenleben zu retten oder große Sachwerte zu erhalten. Es ist gesetzlich vorgeschrieben (§35, §38 StVO) das Blaulicht und Martinshorn einzuschalten, wenn Sonder- bzw. Wegerechte in Anspruch genommen werden.
    Dieses Gesetz hat den Hintergrund, sie als Verkehrsteilnehmer zu schützen. Die frühzeitige Ankündigung des Fahrzeuges soll anderen helfen rechtzeitig zu reagieren und so Unfälle zu vermeiden. Das gilt im Berufsverkehr ebenso wie nachts. Denn rechnen sie in diesen Situationen mit einem tonenschweren Feuerwehrfahrzeug das mit erhöhter Geschwindigkeit fährt oder eine rote Ampel an einer Kreuzung überquert, weil es zu einem Brand oder einem schweren Unfall unterwegs ist?
    Außerdem ist es auch wichtig um unsere eigenen Kameraden, die gerade auf dem Weg zum Gerätehaus sind, zu informieren, dass ihnen gleich eines unserer Fahrzeuge entgegen kommt.
    Und vielleicht haben sie auch Verständnis dafür, wenn sie darüber nachdenken:
    Sie können sich wieder bequem in ihrem Bett rumdrehen und weiterschlafen. Die Feuerwehrleute, die bis vor wenige Minuten auch in ihrem Bett lagen haben vielleicht in den nächsten Stunden keine Gelegenheit mehr dazu und müssen auch am nächsten Morgen zur Arbeit gehen. Und falls sie auch einmal die Hilfe ihrer Feuerwehr benötigen, sind sie ja auch für einen schnellen Einsatz dankbar, egal ob jemand anderes dadurch gestört würde…


    Es hat gebrannt – was ist zu tun!
    In Ihrer Wohnung oder Ihrem Haus hat es gebrannt. Das Feuer konnte gelöscht werden, aber viele Fragen und Probleme bleiben.
    Hinweise:
    Bei einem Brand entstehen grundsätzlich Schadstoffe. Die meisten dieser Schadstoffe sind gasförmig und können durch ausreichende Lüftungsmaßnahmen entfernt werden. Einige Schadstoffe sind jedoch an Rußpartikeln gebunden und haben sich mit dem Ruß auf Einrichtungsgegenständen, Nahrungsmitteln, Spielzeug usw. abgelagert.
    Diese Schadstoffe können für Sie dann gefährlich werden, wenn Sie mit dem Ruß in Ihren Körper gelangen (Einatmen von Rußpartikeln; Verschlucken von Rußpartikeln bei der Nahrungsaufnahme usw.).
    In abgekühltem Zustand sind Schadstoffe und Ruß nicht mehr frei schwebend in der Raumluft vorhanden. Deshalb sind erfahrungsgemäß diese gebundenen, brandbedingten Schadstoffe nur dort nachweisbar, wo auch abgelagerte Brandverschmutzungen (Ruß) sichtbar sind.
    War Ihre Wohnung nicht vom Feuer betroffen, nur leicht verraucht und sind keine Rußteilchen wahrzunehmen, können Sie sich dort nach sorgfältiger Durchlüftung wieder aufhalten.
    Beachten Sie bitte den Hinweis unter Punkt 2.
    War Ihre Wohnung vom Feuer, Ruß oder starker Verrauchung betroffen, sollten Sie zunächst unbedingt nachfolgende Informationen beachten:
    Tipps:
  1. Bleiben Sie mit Ihrer Familie zusammen und lassen Sie Ihre Kinder nicht alleine!
  2. Wenn Sie oder ein Familienmitglied nach dem Brand ein Unwohlsein verspüren, suchen Sie einen Arzt auf!
  3. Betreten Sie die vom Brand betroffenen Räume erst, wenn sie erkaltet und durchlüftet sind. Halten Sie, bevor Sie in Ihre Wohnung gehen, Rücksprache mit der Feuerwehr und der Polizei!Halten Sie sich zunächst nur so lange wie unbedingt erforderlich in den betroffenen Räumen auf und vermeiden Sie eine Verschleppung von Ruß, Asche oder Brandrückständen in saubere Bereiche!
  4. Benachrichtigen Sie sofort Ihren Vermieter und Hauseigentümer!
  5. Informieren Sie Ihre Versicherung!Sofern Sie eine Hausratversicherung abgeschlossen haben, setzen Sie sich so schnell wie möglich mit Ihrer Versicherung in Verbindung! Als Eigentümer des Hauses bzw. der Wohnung setzen Sie sich auch mit Ihrer Gebäudeversicherung in Verbindung, falls Sie entsprechend versichert sind! Sprechen Sie, zum Schutz vor finanziellen Nachteilen, mögliche Sanierungsmaßnahmen bzw. die Beseitigung von Hausrat mit der jeweiligen Versicherung ab!
  6. Ist Ihre Wohnung stark durch den Brand, durch Ruß oder Rauch betroffen, oder fühlen Sie sich nach dem Schadensereignis in Ihrer Wohnung unsicher, sollten Sie sich für die kommende Nacht nach Möglichkeit eine Unterkunft bei Verwandten oder Freunden suchen! Sollten sich bei der Suche nach einer Unterkunft Probleme ergeben, so wenden Sie sich bitte an uns, wir vermitteln Ihnen Hilfe.
  7. Nehmen Sie außer Wertsachen und wichtigen Dokumenten zunächst nichts aus Ihrer Wohnung mit! Vermeiden Sie die Verschleppung von Ruß!
  8. Benötigen Sie Kleidung, Gegenstände oder sogar Kinderspielzeug aus Ihrer Wohnung, so dürfen diese Sachen nicht mit Ruß behaftet sein. Unbedingt benötigte Dinge sollten Sie vor dem Gebrauch gründlich reinigen! Kriterium für den Reinigungserfolg ist die Entfernung sichtbarer Rußspuren.
  9. Nahrungsmittel, die nicht in fest verschlossenen Behältnissen aufbewahrt wurden oder die mit Rauch oder Wärme in Kontakt gekommen sind, sollten Sie nicht mehr verwenden.
  10. Sichern Sie Ihre Wohnung beim Verlassen gegen unbefugten Zutritt! Wenn Sie weitere Fragen – z.B. zur Sanierung – haben, setzen Sie sich mit uns – Ihrer Feuerwehr – in Verbindung. Dort können Sie sich Informationen für Ihr weiteres Vorgehen einholen

Rauchmelder

Jedes Jahr sterben viele Meschen durch zu spätes bemerken von Feuer und Rauch. deshalb empfehlen auch wir den Einsatz von Rauchmeldern in Schlafräumen, Wohnräumen, Fluren, und allen Räumen wo eine Brandgefahr  auftreten kann.

 

In Ihrem Intresse: "LASSEN SIE SICH VON BRAND/RAUCHMELDERN VOR GEFAHREN WARNEN!"

Mit Pulverlöscher löschen

Richtig löschen mit einem Pulverlöscher kann die Leistung erhöhen. Wenn sie beim Löschen mit dem Pulverlöscher in Intervallen Spühen. das heist: ziehen sie ein bis zwei sekunden den Abzug, dann lösen sie den Abzug und beginnen von vorn. Somit kann der Nebel des Pulvers wirken und trotzdem sparen sie wertvolles Pulver um einen Brand komplett zu löschen.

Fettbrand

Fast jeder Kocht gern, aber trotzdem kann es vorkommen das man mal unaufmerksam ist. Also sollte man wisssen das Fett leichter ist als Wasser. Sollte also mal eine Pfanne mit Fett anfangen zu Brennen so sollten Sie die richtige Löschmethode kennen.

 

Fett löscht man durch ersticken, verwenden sie deshalb z.B. einen Deckel, eine Löschdecke, ... .

 

In Ihrem Interesse: VERSUCHEN SIE NICHT MIT WASSER ZU LÖSCHEN, DENN DAMIT VERGRÖSSERN SIE DIE OBERFLÄCHE DES FEUERS!

Parken!

Leider kommt es immer wieder vor das die Feuerwehren im Einsatzfall nicht rechtzeitig zur Einsatzstelle gelangen können, da die Wege von parkenden Autos versperrt sind. In Ihrem Interesse: Würden wir uns freuen, wenn sie beim Parken Ihres Wagens die Wege so freihalten würden (ca. 3,50m Breite oder grösser) das wir ungehindert mit unseren Löschfahrzeugen durchkommen können. Auch das Parken in Kurvenbereichen kann uns behindern.